Wenn Kund:innen sagen „Mach einfach, was du willst“

Warum das für Stylist:innen oft schwieriger ist, als man denkt

In der Beauty-Branche gibt es einen Satz, den viele Stylist:innen sehr häufig hören:

„Ich weiß nicht… mach einfach, was du willst.“

Auf den ersten Blick klingt das wie das größte Kompliment. Es wirkt wie ein Zeichen von Vertrauen und kreativer Freiheit. Und oft ist genau das auch gemeint. Viele Kund:innen sagen das, weil sie ihrem Stylisten vertrauen, seine Arbeit mögen oder sich einfach noch keine großen Gedanken über den Look gemacht haben.

Trotzdem kann dieser Satz den Styling-Prozess manchmal komplizierter machen, statt einfacher.

Warum „Mach einfach“ schwierig sein kann

Die meisten Menschen haben, auch wenn sie sagen, dass ihnen alles recht ist, trotzdem bestimmte Vorlieben. Es gibt Looks, in denen sie sich besonders wohlfühlen, Styles, die sie mögen, und manchmal auch Dinge, die sie gar nicht mögen.

Das Problem ist nur: Diese Vorlieben werden oft nicht ausgesprochen.

Für Stylist:innen bedeutet das, dass sie einen Look kreieren sollen, ohne genau zu wissen, was dem Gegenüber wirklich gefällt. Das Ergebnis kann technisch perfekt und sehr schön sein, fühlt sich für die Kundin oder den Kunden aber vielleicht trotzdem nicht ganz richtig an.

Dann entsteht schnell das Gefühl von „Irgendwie bin das nicht ich“.

Das kann für beide Seiten frustrierend sein.

Kreative Freiheit braucht trotzdem ein bisschen Orientierung

Viele Kund:innen haben Sorge, dass sie die Kreativität des Stylisten einschränken könnten, wenn sie Wünsche äußern.

In Wirklichkeit ist meistens das Gegenteil der Fall.

Ein paar kleine Hinweise helfen Stylist:innen enorm dabei, einen Look zu entwickeln, der wirklich zu der Person passt. Statt Kreativität einzuschränken, wird der Prozess dadurch eher zu einer Zusammenarbeit.

Wie man sich auf einen Styling-Termin vorbereiten kann

Man muss nicht mit einem komplett ausgearbeiteten Plan zum Termin kommen. Schon ein paar Gedanken im Vorfeld können sehr helfen.

Zum Beispiel:

  • In welchen Styles fühle ich mich normalerweise am wohlsten?

  • Mag ich eher natürliche oder glamouröse Looks?

  • Gibt es etwas, das ich auf keinen Fall möchte?

Schon solche kleinen Hinweise geben Stylist:innen eine gute Orientierung.

Inspiration hilft, besonders mit passenden Referenzen

Eine der einfachsten Möglichkeiten, seinen Geschmack zu zeigen, sind Inspirationsbilder.

Sie geben schnell einen Eindruck davon, welche Richtung man sich vorstellt.

Besonders hilfreich ist es, wenn die Fotos Menschen mit ähnlichen Merkmalen zeigen, zum Beispiel einer ähnlichen Gesichtsform, Hautfarbe oder Haarfarbe. Dadurch lässt sich ein Look oft realistischer auf die eigene Person übertragen.

Noch hilfreicher: überlegen, was genau gefällt

Wenn man Inspirationsbilder speichert, lohnt es sich auch kurz zu überlegen, was genau einem daran gefällt.

Ist es die Haut?
Das Augen-Make-up?
Die Farben?
Oder einfach die Stimmung des Looks?

Je besser man beschreiben kann, was einem gefällt, desto leichter kann der Stylist diese Elemente in den eigenen Look einbauen.

Die besten Ergebnisse entstehen durch Zusammenarbeit

Am Ende entstehen die schönsten Ergebnisse meistens dann, wenn Vertrauen und Kommunikation zusammenkommen.

Niemand muss perfekt vorbereitet sein. Aber ein paar kleine Hinweise zum eigenen Geschmack können einen großen Unterschied machen.

Denn Styling funktioniert am besten als Zusammenarbeit. Zwischen der Erfahrung des Stylisten und dem persönlichen Stil der Kundin oder des Kunden.

Um meinen Bräuten die Vorbereitung auf die Probe möglichst einfach zu machen, gibt es von mir eine Pre-Proben Bridal Guide, die sich genau mit dieser Thematik beschäftig.

Bild von dem Cover der Bridal Guided

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